Shaina

 

Shaina war für mich, so weit ich mich erinnern konnte schon immer da.

Ich sass auf ihrem Rücken, ehe ich laufen konnte. Eine 1976 geborene, sportlich gebaute, 1,33 m große Schimmelstute, Araber-Welsh. Meine Mutter übernahm das Pony da ihre Besitzerin, die sie zuvor in Distanzrennen eingesetzt hatte, verstorben war. Shaina war zum damaligen Zeitpunkt 17 Jahre alt, bis kurz vor ihrem Tod mehr als topfit und immer reitbar und  schenkte uns 21 gemeinsame, wundervolle Jahre bevor wir sie mit 38 Jahren gehen lassen mussten. Kein Pferd hat mich so geprägt, so mit Stolz erfüllt und glücklich gemacht wie unsere Shaina. Ich habe meine gesamte Kindheit und Jugen mit ihr verbracht, sie war stets meine beste Freundin und hat mich nie im Stich gelassen. Stets gelassen, fleissig, mutig und zu hunderttausend Prozent in jeder Lebenslage zuverlässig. Über Brücken, durch Schluchten, nachts im Unwetter und den absurdesten Situationen war Shaina immer für uns da. Auch meine kleinen Geschwister lernte das Reiten auf ihr. Sie war stets das St. Martins-Pferd unseres Dorfes, durfte mit meiner Schwester schon bei Aufführungen unterstützen welche sogar verfilmt wurden und begleitete mich zuverlässig  auf  Wanderritten, Wettbewerben, kleinen Turnieren und sogar schon in die Schule. Sie war immer und überall ein Highlight. Gemeinsam schwimmen, lange Ausritte ohne Sattel und jeden Pony-Quatsch wie Schlittenfahrten und auch das Kutschefahren machte sie begeistert mit. Im Alter verstärkte sich ihr wunderbar selbstständiger Charakter nochmals mehr, was uns immer sehr erheiterte. Bis zu ihrem 37. Lebensjahr wollte Shaina, zu diesem Zeitpunkt schon zahnlos aber immer noch gut beisammen, geritten in allen Gangarten ins Gelände. Spaziergänge und lange Putzeineinheiten genoss sie bis sie im Alter von 38 Jahren in unseren Armen für immer einschlief.

Danke für Alles, Shaina! Wir denken jeden einzelnen Tag an dich, equus cum cor ist dein Verdienst!

Champagne

 

Zu Champagne kam ich unter glücklichen Umständen über Kontakte. Ich platzte vor Stolz als ich Champagne Pfingsten 2009 als mein Pferd zu uns in den Stall führen durfte. Sie verstand sich auf Anhieb mit Shaina und passte während all den Jahren immer sehr auf ihre Pony-Omi auf. Champagne entpricht dem Trakehner-Klischee. Sie ist sehr menschenbezogen, absolut zuverlässig und sehr intelligent bis genial, bringt zudem wahnsinnige dressurbetonte Bewegung und ein riesen Gangwerk mit. Jeder der sie sieht ist sehr angetan von ihr. In ihrer blutgeprägten Abstammung liest man hoffnungsvolle Namen wie Rockefeller/Consul und Tempelhüter. Ihr Vater, ein Elitehengst ist erfolgreich bis zur Klasse S im Turniersport gewesen.

Da ihre Einstellung zu offiziellen Anlässen jedoch zu wünschen übrig lässt fördere ich sie lieber in gewohnter Umgebung, am liebsten im Gelände und gerne auch an der Hand. Auch begleitete mich Champagne schon zu mehrtägigen Lehrgängen bei Dressurreiterin Uta Gräf und Sitzschulungsexpertin Frauke Behrens, wir hatten Unterricht bei Katharina Möller (Katharina Möller Equitation) und besuchten Kurse bei Kenzie Dysli. Da Genie und Wahnsinn bekannterweise nah beinander liegen hatte ich schon des öfteren Diskussionen und verkanntete Situationen mit Champagne, in denen sie mich Ruhe, Geduld, mentale Ausgeglichenheit und tatsächlich auch das Absteigen und Führen lehrte. Unsere Zäune müssen alle die 2-Meter-Marke knacken, da Champagne zwar unter dem Reiter nicht springt, Zäune jedoch spielend leicht überwindet. Ich bin ihr sehr dankbar das sie mich aus meiner Comfortzone die mir meine Shaina geschaffen hatte herausholte und mich auch an meine Grenzen brachte; mich dazu bewegte umzudenken. Meine Hoffnungen mit ihr betreffend den Turniersport waren groß. Was wir bisher erlebten beinhaltet zwar kein einziges Turnier, aber umso schönere Erfahrungen, lehrreiche Momente und vertrauensvolle Erinnerungen. Ich hoffe das meine geniale Trakehnerlady wie Shaina auch 38 Jahre alt wird und wir weiterhin so eine wunderschöne Zeit haben.

Danke für deine Geduld mit mir, Panni!

Tom Sawyer xx

Tom kam als Pferd meiner Mutter in die Familie, als Shaina älter wurde und wir sie reiterlich etwas mehr schonen wollten. Tom ist nicht gerade das Pferd nach dem wir gesucht hatten und trotzdem das Beste was uns passieren konnte. Als Rennpferd gezüchtet, aufgewachsen, trainiert und aktiv lange im Rennsport aktiv gewesen war er unsere persönliche Mammutsaufgabe. Ein Rennpferd zum Reitpferd umzuschulen erfordert viel Erfahrung, Fachwissen, Geduld, Konsequenz und reiterliches Vermögen. Tom bot uns das volle Programm des scheinbar spinnigen, unverstandenen Vollblüters: rückwärts rennen, vorwärts rennen, steigen, explosionsartige Sprünge ohne Rücksicht nach vorne und hinten, oben und unten und einiges mehr. Ein Pferd was mit Druck und Zwang händelbar war, stets zum explodieren drohte. Er war wie viele Sportpferde auch psychisch absolut überfordert. Wir liessen ihn in aller Ruhe ankommen in einer Welt ohne Druck und Zwang, ohne Zeitdruck und Erwartungen an ihn. Er wurde mit hochwertigem, passenden Zubehör ausgestattet, bekam den tierärztlichen Rundum-Check und körperlichen Blockaden von Fachpersonen behandelt. Artgerechte Haltung in der Herde, so viel Auslauf wie möglich, Heu satt, hochwertiges Futter, Geduld, Liebe, Wertschätzung und eine konsequente Ausbildung die zum Großteil im Gelände stattfand waren letzendlich der Schlüssel zum Erfolg. Nach drei Jahren hatten wir das schönste Pferd der Welt im Stall, das sich  zudem zuverlässig, nervenstark, springbegeistert und immer motiviert zeigte. 

Fiona

 

Fiona (zu damaligen Zeitpunkt 22 Jahre alt, Reitpony mit hohem Welshanteil, 1,42 Meter Stockmass) kam nach einem Unfall meiner Mutter als das Pony zu uns in die Familie, das ihr wieder Sicherheit geben sollte und mit weniger Gang und Stockmass rückenschonend und sicher zu reiten sein sollte. Ich habe selten ein Pferd erlebt das so charakteristisch die so oft klischeebehaftete Fuchsstute verkörpert.

Sehr charakterstark und bisher als reines Geländepony genutzt war ihre Ausbildung ein gutes Stück Arbeit. 

Mayflower

 

Mayflower, von uns immer May genannt, wurde als Absetzer von meiner Mutter und mir bei uns in die Herde integriert. Sie sollte das gemeinsame Therapiepony werden. Es gibt nichts schöneres, als sein Pferd von den ersten Lebensmonaten an zu kennen und mit ihm gemeinsam zu wachsen, es zu prägen und optimal aufwachsen zu lassen. So wuchs May inmitten ihrer Pferdefreunde im Offenstall und im Sommer 24 Stunden auf der Weide auf. Sie wurde stets liebevoll mit den "Grossen" geputzt und durfte auf kleinere Hundespaziergänge mitgehen. Bald schon forderte sie  mehr Beschäftigung. Da ich gar kein Freund davon bin Pferdekinder zu arbeiten beschränkten wir uns auf Spiele, Spaziergänge, Freiarbeit und Denkarbeit.

So lernte May spielerisch den Kontakt mit allerlei Menschengruppen, die ihr später in der Therapie begegnen würden, Rollatoren, Gehstöcke und ähnliches kennen. Auch mit Teppich und  anderen Untergründe die in medizinischen Einrichtungen vorkommen können, Aufzügen und  Treppen machte sie erste Bekanntschaft. Bei uns im Haus fand man sie wenn im Sommer alle Türen offenstanden regelmässig an der Obstschale naschen oder im Wohnzimmer sich ihre Streicheleinheiten am Sofa abholen. Für die Hof und Gartenpflege war ebenfalls May zuständig. Eine so kluge und arbeitswillige Persönlichkeit macht die Ausbildung noch schöner! Kein Pferd, das mir in meinem Leben bisher begegnete forderte die Arbeit und das Zusammensein mit Menschen so sehr wie meine Mini-Shettys. Als der Bewegungsapparat stabil und weitgehend ausgeformt war, durfte May uns als Handpferd begleiten und lernte erste Tricks. 

Takeoff xx

 

Wer fasziniert ist vom englischen Vollblut wird von diesen Pferden nie wieder loskommen.

Tom begeisterte mich grundliegend für die unglaubliche Intelligenz, das voraus- und mitdenkende Wesen, die grosse Sensibilität, den uneingeschränkten Arbeitswillen und natürlich den athletischen Körperbau, dem scheinbar keine Grenzen gesetzt sind. So kam Takeoff, damals bis vor wenigen Wochen aktives Rennpferd zu uns. Er enttäuschte uns nicht. Wir bekamen wir ein unglaublich nettes, wahnsinnig schickes Pferd, immer bemüht und unglaublich nervenstark. Meine 17-jährige Champagne versteckte sich regelmässig hinter dem 7-jährigen Takeoff, der gerade eine Woche bei uns  wieder unter dem Sattel lief und mutig voraus ging. Ich bildete Takeoff nach drei Monaten reiner Weidezeit grundliegend aus, liess in zur Ruhe- und ankommen im Leben eines Reitpferdes. Durch seine tollen Reitpferdepoints machte Takeoff stets ein sehr schönes Bild, besonders unter dem Dressursattel und im Gelände.

Der Kopf steht den Vollblütern gerne einmal etwas im Weg. So lehrte auch Takeoff mich wieder viel, wofür ich ihm sehr dankbar bin. 

Merrylegs

 

Merrylegs ist Mayflowers gebürtige Nachfolgerin, Azubi zum Therapiepony und vervollständigt unsere Herde. Ich kam durch ein zufällig entdecktes und empfohlenes Inserat zu ihr. Sie ist mittlerweile drei Jahre alt und wirklich grossartig! Scherzend fragte mich einmal meine Reitbeteiligung warum immer ich die schönsten Pferde mein Eigen nennen dürfe.

Merrylegs ist eine circa 73 cm grosse Mini-Shetty-Stute in schöner Rappfarbe. Da meine Pferde ganzjährig abgesehen von grossen Wetterextremen immer an der frischen Luft stehen bleichen sie in den Sommermonaten in der Fellfarbe gerne aus. So trägt Merrylegs im Sommer hübsche rotbraune Strähnen in Mähne und Schweif.

Wie May auch ist sie geradezu arbeitswütig und stets die erste, die mir auf der Weide entgegenkommt. Da sie, wie Ponys in diesem Alter üblich mit ihren drei Jahren noch im Wachstum steht und noch Zeit für ihre körperliche und geistige Entwicklung benötigt wird sie altersentsprechend mental ausgelastet und erst langsam aber kontinuierlich antrainiert. In der Ausbildung zum Therapiepony macht sie grosse Fortschritte und freut sich auf baldige Einsätze. Hängerfahrten und Unternehmungen sind ihre Passion, Action genug kann es für Merrylegs gar nicht geben. Ich bin gespannt wohin uns unser gemeinsamer Weg noch führt und freue mich dieses geniale Pony meinen Partner nennen zu dürfen und von ihr zu lernen.

Fly

 

Fly ist mein "Nachwuchspony" und mein absolutes Traumpony. Obwohl nicht gezielt gesucht haben wir uns gefunden und sind sehr glücklich das sie unsere kleine Herde vervollständigt. Fly ist nur ihr Spitzname, weil sie vom ersten Tag so leicht und schwebend über die Wiesen lief und mit ihren dynamischen Bewegungen und ihrer hübschen falbfarbenen Jacke alle verzauberte. Sie ist ein absolut menschenbezogenes Pferd, wahnsinnig intelligent und ein Traum unter dem Sattel. In den Niederlanden als Sportpony mit viel Welshblut gezogen freue ich mich grossväterlicherseits auch über Vollblutgene in ihrem Stammbaum. Ich hoffe sie wird später einmal ihrem Vater, einem berühmten Sportpony in der Dressur nacheifern. Auch das Springen scheint ihr Freude zu bereiten, vielleicht bietet sie mir nach erfolgter Grundausbildung auch noch an gemeinsam die Vielseitigkeit zu entdecken, ich würde mich sehr freuen. Noch befinden wir uns aber, dem Stand der spätenreifen Entwicklung der Ponys entsprechend am Anfang der Ausbildung und schauen was uns die hübsche Falblady anbieten wird. Mit ihren bald erst 6  Jahren bekommt sie noch alle Zeit der Welt zu verstehen und zu entdecken und mit dem Reiter zusammen zu wachsen. Ich hoffe die nächsten 30 Jahre mit ihr zu verbringen und freue mich was unsere gemeinsame Zeit für uns bereithält.

Danke für dieses tolle Traumpony!

 

 

Holly
Holly



Holly ist eine 2001 geborene Criollostute aus Argentinien. Sie hat mir den Traum vom gut gerittenen, unkomplizierten und willigen Westernpferd erfüllt und bereitet der ganzen Familie große Freude. 

weitere Pferde, die mich prägten, aber nicht in meinem Besitz waren

Paco

Paco war der beste Freund unserer Shaina. Als wir unseren Stall zur Pacht übernahmen und Shaina selbstverständlich nicht alleine dort halten wollten stellte uns unsere liebe Freundin und damalige Nachbarin  ihren älteren Araberwallach Paco zur Verfügung. Einige tolle Jahre verbrachten die beiden miteinander und waren das harmonischste Pferdepaar das mir je begegnete. Man hätte fast meinen können die beiden seien verliebt. Paco unternahm mit uns unzählig viele Ausritte, Auflüge und Abenteuer und machte immer riesig Spass. Ob im Umgang oder auch unter dem Sattel zeigte er sich als Traum-Araber- niemals heiss oder nervig sondern stets nervenstark, gelassen und motiviert. Wir sind unserer Freundin sehr dankbar für diese schönen Jahre mit Paco.

Nachdem Champagne als zweites Pferd zu uns in den Stall kam wurde Paco wieder nach Hause geholt- man hatte den netten Kerl schon sehr vermisst.

Leider verstarb Paco einige Jahre darauf infolge eines Beinbruchs. Diese Nachricht machte uns sehr traurig und auch heute noch denke ich gerne an den grossen Araberwallach mit dem hübschen Gesicht. Es war eine so tolle Zeit mit dir und wir sind dir sehr dankbar dass wir dieses Stück mit dir gehen durften und du unserer Shaina ein so loyaler und genialer Freund warst Paco!

Fiesta Mexicana

 

Fiesta kam direkt aus Argentinien importiert zu uns nach Deutschland in unsere damalige Haltergemeinschaft im Offenstall. Mit ihren ca 1,60 Metern Stockmass, ihrer schönen Goldfalbjacke und ihrem wahnsinnig unkomplizierten Handling war sie vom ersten Moment an ein Traumpferd. Jede Situation im Gelände meisterte sie hundertprozentig, zeigte sich stets als absolutes Verlasspferd und doch auf den leistesten Fingerzeig immer Go. Sie machte einfach nur Spass, eine ganz ehrliche Seele, sportlich eingestellt, dressurmässig sehr schön zu reiten und immer anständig. Die Gouchos in Argentinien brauchen Pferde denen sie blind und hundertprozentig vertrauen können, diese Zucht und Auslese bringt beste Pferde hervor. Gepaart mit Vollbut (Criollo Mestizo) züchten die Viehhirten damit ein schnelles, super wendiges, mitdenkendes Pferd, das seinem Reiter absolut hörig ist. Fiesta ist und bleibt eines meiner Traumpferde und ich bin ihrem Besitzer und unserem besten Freund, meinem "Reitsportmentor- Zusatzrichtung Geländereiten" sehr dankbar das wir dieses tolle Pferd bis zu fünf mal wöchentlich mitreiten durften, sie nutzen durften wie unser eigenes Pferd. Sie bereicherte meine Jugend unsagbar, war meine Verbündete und Freundin und stets ein Fest-daher Fiesta.

                                       Topgun

 

Top Gun ist die vermutlich liebste Pferdeseele auf die ich je getroffen bin. Ein so herzensgutes, ehrliches und charmantes Pferd muss man weltweit suchen. Top Gun war ein Irischer Sportwallach mit einem Stockmass von deutlich über 1,70 Metern und somit ein sanfter Riese. Früher im Springsport bis zur Klasse M erfolgreich unterwegs verbrachte er bei lieben Menschen aus unserer Haltergemeinschaft seinen Lebensabend. Ihn zu reiten war immer eine Freude. Rittig, anständig und stets mitdenkend und auf seinen Reiter aufpassend war es das reinste Vergnügen auf Top Gun unterwegs zu sein. In der Herde zeigte er sich auch immer als Schatz und war viele Jahre der beste Freund unserer Shaina. Als er sich mit seinem Hufeisen einmal in einem Drahtzaun verkeilte liess er mich, damals 12 Jahre alt über sich klettern, hielt dabei die Luft an und ganz still um mich nicht zu verletzen und  sich befreien zu lassen. Ich kann versichern das Top Gun mehr Intelligenz und Empathie besass als die meisten anderen Pferde.

Wir haben viele schöne Jahre mit Top Gun und unserer Stallgemeinschaft mit Shaina, Herakin und Fiesta verbracht und teilten die abenteuerlichsten Ritte miteinander. Auch Wanderritte, Ritte bei denen wir zum Essen einkehrten, die Pferde zufrieden vor der Waldhütte am Brunnen wartend oder bei Pausen einfach gemeinsam die Pferde grasen liessen und im Gras lagen. Mit Top Gun verbinde ich absolut authentisches Geländereiten und wie er meine Mutter noch ins Springreiten einführte und seine Augen leuchteten als er in die Halle mit Sprüngen kam.

Top Gun verstarb bei einem Verkehrsunfall, was uns tief erschütterte.  Wir vermissen ihn nach wie vor sehr und wissen das eine solche Seele von Pferd wie auch Shaina einmalig ist. Mit Sicherheit galoppieren die Beiden  vereint über immergrüne Wiesen.

Jack, Leo und Noisette

 

Leo und Jack wurden von meiner Schwester aus schlechter Haltung freigekauft:

Jack, der lustig gescheckte Shetty-Wallach im zarten Vollbluttyp und Leo, der Shetty-Tinker-Mix, der immer mit dem Kopf durch die Wand ging.

Die beiden Ponymänner begleiteten uns durch die Ponyzeit und schenkten besonders meiner Schwester sehr viel: sie wuchs an und mit den beiden, besonders mit dem grösseren Leo, wurde sicher, selbstständig und vor allem eines: sattelfest. Jeder, der das Privileg der typische Shetty- oder Ponyzeit hatte, weiss wie wertvoll diese Erfahrungen sind. Ich bin dankbar, das die beiden Schecken uns souverän schon nicht ganz zehnjährig alleine sicher durchs Gelände trugen und jeden Spass mitmachten.

Danke Jungs!

Noisette ist eine Haflingerstute, die ebenfalls meiner Schwester gehörte und gar nicht dem Haflinger-Klischee entsprach. Sie war sportlich, drahtig, aus einer Edelblutlinie stammend und blütig im Gemüt. Mit ihren Bewegungen, die eher denen eines Reitponys ähnelten machte sie immer Spass unterm Sattel. Sie überzeugte mich von diesem leichten Typ des Haflingers und war immer eine Augenweide.

Noisette wurde später an ihre Reitbeteiligung verkauft und lebt ein schönes Leben.

Alle drei Ponys haben mich auf ihre ganz eigene Art und Weise geprägt und ich bin meiner Schwester dankbar für diese schönen Erfahrungen.

 

 

                               Bowie

 

Bowie ist das erste Grosspferd meiner grossen Schwester gewesen, ein ca 1,55 Meter grosser Fuchswallach, Quarter x Araber. Meine Schwester kaufte ihn quasi roh vom Händler und bildete ihn solide bis Klasse L in Springen und Dressur aus.

Auch für Kutschfahrten, Ausritte, Spiel und Spass war Bowie immer zu haben.

Bei anständiger Haltung mit viel Auslauf hatte man stets ein sportliches Genie zum Freund. Bei "Stehzeiten", sprich weniger als 10 bis 12 Stunden freiem Auslauf pro Tag konnte er sich zum Teufelchen entwickeln. Ich weiss noch als er mit mir während unserem Reitabzeichenlehrgang, den meine Schwester und ich gemeinsam mit ihm absolvierten die gesamte lange Seite der Reithalle steigend auf den Hinterbeinen zurücklegte. Er hatte während den Lehrgangs- und Prüfungstagen auf der fremden Anlage nur zeitweise Paddockgang und fand dies nicht amüsant. Wir konnten uns dann noch einigen, vergessen werde ich diese im Prinzip hausgemachte Situation trotzdem nicht. Die Haltung des Pferdes ist elementar. In den restlichen Zeiten in denen  ich Bowie reiten durfte hatten wir immer Spass gemeinsam. Am Sprung zeigte sich Bowie immer motiviert und es war eine Freude ihn springen zu dürfen. 

Auch auf Turnieren vorstellen durfte ich ihn damals.

Ein grosses Dankeschön an meine Schwester, die mir immer vertrauensvoll ihre Pferde überliess.

Leider gab meine Schwester die Pferdehaltung vor einigen Jahren auf und verkaufte Bowie.

                                         Sharif

Sharif war das zweite Grosspferd meiner Schwester. Ein wunderschöner, fuchsfarbener Zweibrücker x Araber-Hengst. Sharif war immer anständig, leichtrittig und super umgänglich. Meine Schwester leistete mit seiner Grundausbildung ganze Arbeit. Wir erlebten schöne Ausritte auf ihren beiden Füchsen. Leider hatte Sharif als Klopphengst und aufgrund eines Tierarztfehlers immer wieder mit Koliken zu kämpfen. Daraufhin musste er nach einer sehr schweren Kolik jung eingeschläfert werden.

Wir vermissen den kleinen Mann sehr, er hätte einen so tollen Job gemacht und war immer ein Traumpferd. Manchmal fragt man sich warum es immer die besten Pferde trifft und sie viel zu früh und auf so ungerechte Art und Weise aus dem Leben reisst. Vielleicht braucht es da oben aber einfach noch tolle Pferde und sie sind uns voraus gegangen um dann auf uns zu warten. Ich hoffe es und würde mich wahnsinnig freuen die schönen Füchse und meine Shaina endlich wieder zu sehen.

Ruhe in Frieden, kleiner Mann.

                                                                    Windsor, Impero und Saskia

 

Auch wenn ich von den drei Schimmeln Windsor, Imperio und Saskia kein Bild habe, möchte ich die drei nicht unerwähnt lassen.

Es war ein grosses Privileg, dass ihr Besitzer uns die Pferde zur reiterlichen Nutzung zur Verfügung stellte und immer eine Freude mit ihnen zu arbeiten.

Die beiden Warmblutwallache, verschiedener wie sie nicht hätten sein können waren eine reiterliche- besonders der grantige Windsor eine mentale Weiterbildung. Saskia, als die zweitsüsseste Schimmel-Ponystute dieses Universums machte immer Spass und zeigte sich trotz ihrer Krankheit lebensfroh und zuverlässig.

Leider verstarben die drei Schimmel-Rentner über die letzten Jahre, ich werde sie aber stets in bester Erinnerung halten.

French Orion

 

Als unsere damalige Reitbeteiligung von Shaina den Wunsch äusserte sich ein eigenes Pferd kaufen zu wollen berieten wir sie und nutzten unser Kontakte zu befreundeten Züchtern. So zog nach erfolgreichem Probereiten des damals erst dreijährigen Welsh C-Wallachs bei schlimmsten Sturm und Unwetter der hübsche Orion ein. Nach der Absprache mit unserer Reitbeteiligung sie nach dem Kauf zu betreuen und ihr bei der Ausbildung des jungen Wallachs zu helfen übernahmen wir also die Jungpferdeausbildung. Von Bodenarbeit, über Spaziergänge und gymnastizierender Arbeit führten wir den netten Ponywallach ins Reitpferdeleben ein. Auch in seiner weitergehenden Ausbildung zeigte sich Orion als absolut toller Kerl.

Ein so cooles Pony, lernwillig, intelligent, mitdenkend- er machte immer riesig Spass und sorgte oft für Erheiterung. Er meisterte sich zum genialen Verlasspony für Kinder. Vielen Dank an diesen kecken Welsh-Wallach, der mich so vieles betreffend der Jungpferde lehrte. Nach Shaina bestärkte mich auch Orion weiter in meiner Liebe zu den Welsh-Ponys. Ich hoffe es geht dem kleinen Ponymann gut, er bereitet seinen Besitzern mit Sicherheit immer noch grosse Freude.


Ausserdem danke ich all den Pferden und Ponys und deren Besitzern die ich nicht namentlich erwähnen konnte.

Es waren tolle Erfahrungen mit all den wundervollen Pferden die mich ein Stück weit begleitet haben und an denen ich wachsen durfte. Auch den Eigentümern möchte ich für ihr Vertrauen von Herzen danken. Nicht zuletzt  gilt mein Dank auch den tollen und lehrreichen Stunden mit den Berittponys- und Pferden und meinen klasse Reitschülern und deren Vierbeinern.

Ihr alle macht equus cum cor zu dem was es ist und ich freue mich jeden Tag auf´s Neue auf die tolle Zeit mit euch!